Selbstverständnis

Wofür steht das Awareness Team?
Was streben wir an?

Schutz und Freiheit für alle:
Jeder Mensch soll sich am Holzmarkt sicher und respektiert fühlen. Alle sollen ihre Persönlichkeit frei entfalten können, solange sie die Grenzen anderer achten.

Klare Haltung gegen Diskriminierung:
Der Holzmarkt lehnt jede Form von Diskriminierung ab – z. B. Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus oder Antisemitismus. Diese Grundsätze sind nicht verhandelbar.

Gesellschaftlicher Wandel durch Awareness:
Ziel ist es, einen bewussten Umgang mit Macht, Diskriminierung und sexualisierter Gewalt zu fördern – Fehler dürfen passieren, solange daraus gelernt wird.

Drei-Säulen-Modell:
Die Awareness-AG arbeitet mit den Bereichen Prävention, Unterstützung und Transformation, also vorbeugen, helfen und Veränderung anstoßen.

Grundprinzipien der Arbeit:
Wichtig sind Vertraulichkeit, Anonymität, Parteilichkeit für Betroffene, Definitionsmacht (die Betroffenen bestimmen, was passiert) und Wertschätzung.

Breites Unterstützungsangebot:
Die AG bietet Gespräche, Mediation, Begleitung zu externen Hilfsstellen und Hilfe bei internen Konflikten oder Überlastung an.

Offene, diverse Gruppe:
Die Awareness-AG besteht aus Mitarbeitenden verschiedener Bereiche – unabhängig von Position oder Hierarchie – und ist offen für neue Interessierte.

Gute Schulung & Erreichbarkeit:
Mitglieder der AG sind in Awareness-Grundlagen, Anti-Diskriminierung und verwandten Themen geschult. Kontakt ist über E-Mail oder über ein anonymes Online-Tool möglich.

Ständige Weiterentwicklung:
Die Awareness-Arbeit ist ein laufender Prozess. Rückmeldungen, Ideen und gemeinsames Lernen sind ausdrücklich gewünscht.

1. Was bedeutet  Awareness am Holzmarkt

Bei uns stehen der Schutz und die Freiheit jeder einzelnen Person im Mittelpunkt, damit sich alle Besucher*innen und Mitarbeiter*innen so sicher und respektiert wie möglich fühlen können.

Wir streben einen Raum an, in dem jede*r die eigene Persönlichkeit frei entfalten kann, während gleichzeitig die Grenzen und der Raum anderer Menschen respektiert werden.

2. Welche Strukturen wollen wir brechen

Wir möchten mit Diskriminierung jeglicher Art brechen, sei es Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Antisemitismus, Religionsfeindlichkeit, Diskriminierung aufgrund von Nationalität und ethnische Zugehörigkeit, Ableismus, Ageism, Lookism, Ausgrenzung von Sexworker*Innen, wohnungslosen Personen uvm. 

Diese Grundsätze sind für uns unverhandelbar. Mit unserer Awareness-Arbeit möchten wir aktiv gegen Diskriminierung und sexualisierte Gewalt vorgehen und einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel fördern.

Unser Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Fehler gemacht und als Lernchancen genutzt werden dürfen. Gleichzeitig erwarten wir eine Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion.

Wir sind uns der patriarchalen Strukturen in unserer Gesellschaft bewusst, in denen sämtliche Formen von Diskriminierung und Benachteiligung, bewusst oder unbewusst, fortbestehen und reproduziert werden. Ein einfacher Ausschluss und die Isolation von Personen fördern keinen Wandel, sondern können dazu führen, dass problematisches Verhalten an anderer Stelle fortgesetzt wird. Mit unserer Arbeit wollen wir genau dem entgegenwirken.

Dennoch ist bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese Grundsätze mit Konsequenzen bis hin zum Ausschluss aus dem Team zu rechnen.

Wir sind ein Ort, der sich bereits aktiv für Diversität einsetzt und wollen gemeinsam daran arbeiten, diesen Wandel weiter voranzutreiben.

Die Awareness-AG unterstützt auch, nach Ihren Möglichkeiten, bei Krisen & Konflikten, die nichts direkt mit Awareness-Themen zu tun haben. 

3. Grundsätze der Awareness AG

Die AG arbeitet mit dem “Drei Säulen Modell”, das aus Prävention, Unterstützung und Transformation besteht.

Die wichtigsten Grundsätze dieser AG sind Vertraulichkeit, das Sichern der Anonymität, Definitionsrecht, Parteilichkeit und Wertschätzung. 

→ Unsere Ziele: Anlaufstelle schaffen, das Herstellen von Handlungsfähigkeit, einen „Safer Space” kreieren, mehrere Handlungsoptionen stellen. 

“Für diese Haltung ist zentral, dass es bei Awareness nicht nur um die zwischenmenschliche Ebene geht, also nicht nur um Selbstermächtigung & Unterstützung von Betroffenen, sondern dass diese Ebene stets mit der Gesellschaftlichen zusammengedacht wird.“

Ebenso geht es darum, uns selbst, unser Miteinander und unseren Umgang miteinander zu verändern und uns unsere eigene Verwobenheit in die Herrschaftssysteme bewusst zu machen, also unser individuelles soziales Verhalten vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Strukturen zu begreifen.” Zitiert von Ann Wiesental aus “Antisexistischer Awareness” 

4. Wer macht die Awareness Arbeit

Die Projektgruppe Awareness besteht aus Personen verschiedener Bereiche und Hierarchieebenen des Holzmarktes. Die aktuelle Zusammensetzung ist nicht als feste Gruppe zu verstehen, sondern bleibt offen für die Teilnahme weiterer Interessierter.

Wenn du Teil der Awareness-AG werden möchtest, melde dich gerne unter folgender E-Mail-Adresse: awareness@holzmarkt.com

5. Wie ist die Awareness geschult?

Viele Mitglieder der Arbeitsgruppe sind bereits in den Grundlagen der Awareness sowie in weiterführenden Themen wie Antidiskriminierungsarbeit geschult. Alle Teilnehmenden haben in den vergangenen Monaten die Awareness-Basisschulung sowie Einführungen in weiterführende Themen wie Anti-Rassismus Arbeit, Umgang mit Ableismus, Arbeit mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Macht- und Wissenshierarchien erhalten.

6. Wie ist die Awareness zu erreichen?

E- Mail Adresse allgemein:  awareness@holzmarkt.com

Derzeit erreicht ihr die AG über die oben genannte E-Mail-Adresse. Außerdem steht euch ein anonymes Online-Tool zur Verfügung, über das ihr euch melden und zwei Vertrauenspersonen aus der AG auswählen könnt. 

Es steht euch frei, welche Person ihr aus der Awareness AG kontaktiert und dies darf auch gern eine Person aus einem anderen Arbeitsbereich sein. Alle Nachrichten werden von uns streng vertraulich gehandhabt.

7. Welche Hierarchien gibt es? 

Wir bemühen uns, innerhalb der Projektgruppe einen Raum zu schaffen, der unabhängig von bestehenden Hierarchien durch Jobpositionen funktioniert. Die Gruppe setzt sich sowohl aus Mitgliedern der Führungsebene als auch aus Menschen zusammen, die erst kürzlich am Holzmarkt angefangen haben.

8. Welche Prozesse bieten wir an?  

Die Awareness-AG bietet Gespräche, Mediationen sowie die Weitervermittlung an externe Hilfsstellen an (z. B. Beratung für Betroffene von sexualisierter Gewalt, Suchtberatung, oder Anlaufstellen, die sich mit täterorientierter Arbeit befassen). Wir unterstützen bei der Lösungsfindung für teaminterne Probleme, Überlastung und initiieren transformative Prozesse.

9. Wie entwickeln wir uns weiter?

Wir sind uns bewusst, dass sowohl wir uns ständig weiterentwickeln, als auch die Awareness Arbeit. So sind wir dankbar für eure Ideen, euren Input und blicken dem Prozess, der gerade erst angestoßen wurde, freudig entgegen.